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Sommerkonzert 06.07.2014

Die Fußball-Weltmeisterschaft war noch im Gange, Deutschland mitten in der Vorbereitung zum 2 Tage später stattfindenden Halbfinal-Spiel gegen Brasilien, und so fanden sich auch dieses Jahr wieder zahlreiche interessierte Zuhörer in der TGM-Turnhalle zum traditionellen Sommerkonzert des Blasorchesters ein. Auf dem Programm standen dieses Jahr Werke aus bekannten Filmen und Musicals.


Allgemeine Zeitung vom 07.07.2014


Das Konzert wurde mit Tanz der Vampire eröffnet. Tanz der Vampire, ein deutschsprachiges Musical von Jim Steinman und Michael Kunze, basiert auf Roman Polánskis gleichnamigem Film. Das Stück ist an Vielfalt kaum zu übertreffen: Der imposanten Ouvertüre folgt „Für Sarah“ – ein ruhiger Teil mit Klarinettensolo. „Ewigkeit“, ein Marsch, sowie der Slow Rock „Totale Finsternis“ bereiten schließlich das Finale „Der Tanz der Vampire“ vor, dessen Melodie den meisten Zuschauern bekannt sein dürfte und auch gerne für Ohrwürmer sorgt.


Der nächste Titel, A whole new world, ist eine Ballade aus Walt Disney’s Aladdin zwischen den beiden Hauptfiguren des Musicals, Aladdin und Jasmine. Der Komponist Alan Menken wurde für dieses schöne Werk mehrfach u.a. mit dem Oscar und dem Golden Globe für den besten Originalsong ausgezeichnet. Die Musik beginnt mit einem Grandioso, also so richtiges Hollywood-Kino oder Broadway-Musical, kommt aber sehr schnell zur getragenen Ballade.


Der mit dem Wolf tanzt - ein Western von und mit Kevin Costner aus dem Jahre 1990 - beinhaltet viel Naturromantik und herrliche Bilder. Zu diesem Megahit schrieb John Barry die Musik. Auffällig ist der Zwischenteil „Pawnee attack“ mit den freien Einsätzen der Schlagzeuger auf Snare Drum und Klanghölzern, die wirkungsvoll die Schüsse der Indianer auf den Protagonisten John Dunbar darstellen sollen. Die Trompetensignale am Anfang und am Ende dieser Konzert-Suite sind nicht zackig militärisch sondern stehen eher für einen sanften Weckruf und einen melancholischen Abschied des Leutnants Dunbars.


Bei dem nun gefolgten Beauty and the beast handelt es sich um ein amerikanisches Musical, das in Anlehnung an den gleichnamigen Walt-Disney-Zeichentrickfilm geschrieben wurde. Es geht um die märchenhafte Liebesgeschichte zwischen der schönen Belle und einem verwunschenen Prinzen, den eine Zauberin wegen seiner Unfreundlichkeit einst in ein Biest verwandelte. Unsere Highlights aus diesem Musical beginnen ganz ruhig mit einem Andante, nehmen aber schnell Fahrt auf bis zur Ballade. Hier verliebt sich die schöne Belle in das Biest, dieses verwandelt sich in den Märchenprinz, was man musikalisch sehr schön hören kann. Die Geschichte bekommt ihr Happy End, und wenn sie nicht gestorben sind dann leben sie noch heute.


Nach der Ehrung von Bert Krause für 25-jährige aktive Mitgliedschaft in der Freiwilligen Feuerwehr Gonsenheim wurde der Marsch Die tollkühnen Männer in ihren fliegenden Kisten intoniert. Diese Titelmelodie des gleichnamigen Filmes ist den meisten eher unter „Richt’ge Männer wie wir“ bekannt. In diesem Film wird versucht, den Beweis für die englische Überlegenheit in der Luft durch einen Wettflug nach Frankreich zu erbringen. Dieser Flug dauerte 25 Std und 11 Minuten, die der Komponist musikalisch interessant verarbeitet hat: Das einzige Mal in diesem Konzert kam hier die Lotusflöte zum Einsatz.


Der Film Backdraft – Männer, die durchs Feuer gehen ist ein in Feuerwehrkreisen weit verbreiteter Film. Das englische Wort „backdraft“ bedeutet übersetzt Rausgasexplosion. Bei einer Rauchgasexplosion entwickelt sich nach der Sauerstoffzufuhr eine Flammenwalze mit sehr großer Geschwindigkeit. Hans Zimmer erhielt für seine Filmmusik einen Music Award.


Und auch beim nächsten Programmpunkt hat Hans Zimmer seine Hände im Spiel. Fluch der Karibik ist ein US-amerikanischer Piratenfilm der Walt Disney Pictures aus dem Jahr 2003. Er erzählt die Geschichte des Piraten Captain Jack Sparrow, der das Piratenschiff Black Pearl wieder in seinen Besitz bringen will. Der Soundtrack zu diesem Film stammt von Klaus Badelt und Hans Zimmer und besteht aus 15 Titeln. Der Auftrag hierzu kam quasi in letzter Minute: Nur 16 Tage hatte das Komponistenteam Zeit, die Abenteuer von Jack Sparrow in ein passendes orchestrales Gewand zu kleiden. Herausgekommen ist einer der erfolgreichsten Soundtracks des neuen Jahrtausends. Vor allem die Hauptthemen des Filmes wie „Er ist ein Pirat“ oder „Die Black Pearl“ haben inzwischen einen so hohen Bekanntheits- und Wiedererkennungsgrad erreicht, dass sie in die Annalen der Filmmusikgeschichte eingehen dürften. Bis heute bildet der Soundtrack aus Badelts Feder – neben der großartigen schauspielerischen Leistung von Johnny Depp – einen der wesentlichen Pfeiler der Erfolgsstory, die die Piraten der Karibik zum Kassenschlager der vergangenen Jahre werden ließ.


Von der Filmmusik kommen wir noch einmal zum Musical zurück, und hier kommt man um einen Komponisten fast nicht herum - Andrew Lloyd Webber. Aus der großen Auswahl der Webber-Musicals haben wir uns für Starlight Express entschieden. Das Stück erzählt den Traum eines Kindes von der Weltmeisterschaft der internationalen Züge. Im Mittelpunkt steht die kleine, liebenswerte, aber veraltete Dampflok Rusty und ihr Kampf gegen die eigentlich übermächtigen Gegner in Form der modernen E-Lok Electra und der mächtigen Diesellok Greaseball. Hierbei spielt insbesondere die Liebe zum 1.Klasse-Waggon Pearl eine besondere Rolle. Denn als diese vor die Entscheidung gestellt wird, mit wem sie die Rennen bestreitet, mit Rusty oder Electra, weiß sie nicht, für wen sie sich entscheiden soll. Am Ende gewinnt Rusty sowohl das Rennen als auch Pearl für sich. Die Musik von Andrew Lloyd Webber unterstreicht die Handlung so gut, dass der Zuhörer, auch wenn er die Handlung jetzt nicht vor Augen hat, ganz genau weiß, ob gerade ein rasantes Rennen im Gang ist oder ob einer der Züge um die schöne Pearl wirbt. Die Uraufführung dieses Musicals fand vor 30 Jahren im Apollo Theatre in London statt.


Den Abschluss des Konzertes bildete der Titel Music von John Miles. Der kurze und einfache Text drückt die niemals endende Liebe zur Musik aus. Die Musik zeichnet sich durch starke Kontraste aus. Das Stück beginnt sehr langsam und getragen. Es folgt ein schneller Instrumentalteil im 7/4-Takt . Das Tempo wechselt abrupt wieder zum Anfangstempo, wird wieder schneller, immer mehr Instrumente steigen mit ein und vereinigen sich schließlich zu einem großen, getragenen Finale.


Wir bedanken und bei den zahlreichen Zuhörern, Mitwirkenden, Spendern und Gönnern. Die Liste der Helfer ist lang: die Bühne muss mit Blumen und Bannern dekoriert werden, die Stühle müssen gestellt und anschließend wieder gestapelt werden, Kameraden der Einsatzmannschaft müssen sich in Uniform am Ausgang zum Empfang der Spenden positionieren, und noch vieles mehr, an das man als Außenstehender im ersten Moment gar nicht denkt. Nicht zu vergessen die Probenarbeit des letzten halben Jahres, die musikalisch letztendlich nur diesem Konzert diente. Wir freuen uns schon auf das Kirchenkonzert, traditionell am dritten Advent.

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